Tag der Besinnung
zen-meditation


tdbTraditionell ist der TdB ein regelmässig durchgeführter Tag, an welchem man Einkehr hält, sich besinnt. Traditionell gehörte  in der monastischen Tradition dazu Sitzen, Textstudium und den älteren Sanghamitgliedern zu berichten, was man in der Zwischenzeit geübt hat, was man nicht so hinbekommen hat. Diese alte Praxis ist teilweise verlorengegangen, teilweise verwässert worden.
In unserer Linie wollen wir diese Praxis kultivieren und im Folgenden möchte ich Euch ein paar Leitlinien dazu geben.

Ein Tag der Besinnung ist ein Tag, den man in Zurückgezogenheit und Konzentration verbringt, wie ein Einsiedler in seiner Klause auf dem Berg - sich ganz der Praxis und dem Studium hingebend.

Zeit
Nehmt Euch einmal in jedem Monat einen halben oder ganzen Tag Zeit, terminiert ihn wie einen wichtigen Termin (denn es ist ein wichtiger Termin!) und gebt Euch im Vorfeld schon eine grobe Struktur, z.B. für einen halben Tag:
9.30 – 10.00 Uhr (Rezitation Text) Zazen
10.00 – 11.00 Uhr Textstudium
11.00 – 11.30 Uhr Sitzen
11.30 – 12.30 Uhr Reflektion  zu einem der Gelübde
12.30 – 13,30 Uhr Essen zubereiten und einnehmen, ohne jegliche Ablenkung wie Radio, Internet, "Chillen", etc.
14.00 Uhr Sitzen, anschl. Hannya Shingyo plus Abschlusstext

In gleicher Weise lässt sich ein ganzer Tag gestalten.

Inhalte
tdbEin TdB sollte aus drei Elementen bestehen, Rezitation, Sitzen und Studium.
Rezitation: Reisende rezitieren den Anfang und den Abschlussvers des TdB-Textes. Novizen rezitieren zusätzlich die sechs Gelübde, die sie abgelegen haben, sowie das Hannya Shingyo Sutra zum Abschluss.
Sitzen: Ein halber TdB sollte mind. 3 x 30 min. Zazen beinhalten, ein ganzer mindestens 5 x 30 min.. Länge der Perioden kann gerne auf 45 oder 60 min. ausgedehnt werden.
Studium: Generell geht es u.a. darum, sein Leben aus der Perspektive des aktuellen Zen-Studienstandes zu betrachten. Wer z.B. gerade am Thema „dharma“ arbeitet, schaut von daher auf die letzte Woche, den Monat, einen derzeitigen aktuellen Themenkreis, aus der Dharma-Perspektive und reflektiert darüber.
Wer an einem der Gelübde arbeitet, schaut darauf, in wie weit der/sie das Gelübde im Alltag umsetzt und auch, wo es schwierig oder unmöglich erscheint.
Basisstudium kann schon sein, die Gelübde und/oder das Hannya Shingyo auswendig lernen, oder aber über eine Passage aus dem Hannya Shingyo oder einem essentiellen Buchkapitel zu reflektieren.
Weiterhin kann Studiumszeit sein, Mala- oder Rakusuarbeit zu betreiben, seine Mala- und/oder Rakusu-Sponsoren über den aktuellen Stand der Dinge/des Projektes zu informieren, etc.. Wichtig generell aber, dass man aus dem üblichen Tagesablauf /-trott heraustritt für die jeweils gewählte Zeit und sich nicht zwischendurch den Alltagsgeschäften widmet.

 

Rezitationstexte

Zum Downloaden als pdf.file:

 

chan
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